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Das Marler Jugendamt wird 50…

Man könnte schreiben “typisch Marl”, aber das würde die Veranstaltung nicht wirklich treffend beschreiben. Für “typisch Marl” spricht die irgendwie total beschissene Atmosphäre, das auf dem riesen Platz untergehende Publikum, die in meinen Augen nicht vorhandene Werbung im Vorfeld und auch die nicht vorhandenen Informationen für Besucher vor Ort und die Tatsache, dass auf einer Veranstaltung des Jugendamtes mal wieder mehr Erwachsene als Jugendliche zu sehen waren. Gegen “typisch Marl” spricht die recht gute Auswahl der Bands (nicht alles entsprach meinem Geschmack, aber die Qualität stimmte), die riesige Bühne, guter professionell gemischter Sound, eine super Lichtshow und das ausbleiben jeglicher Schlägereien (wahrscheinlich mangels Besuchern).

Mit anderen Worten: Hätten nicht die Housemanners gespielt, wäre ich nach 30 Minuten wieder weggewesen. Mit kam es so vor als hätte das Jugendamt mit 2000 bis 3000 Beuschern gerechnet, zumindest wenn man sich die Bühne und den Aufbau der selben an geschaut hat. Der kleine Pavillon der als Getränkestand herhalten musste, wäre in solchen Massen aber sicher untergegangen.
Die Bühne stand direkt vorm Treppenaufgang zum Standesamt, also am Nordrand des Creiler Platzes. Vor Ihr breitet sich der ganze Platz aus, der sicher auch 5000 bis 10000 Menschen ausreichend Platz bietet. Die paar Leutchen die vor Ort waren, ich denke es waren so etwa 200, wirkten vor der Bühne eher gar nicht. Einige Leute fragten im Vorbeigehen, was das für eine Veranstaltung sei, denn außer der Bühne, den zwei Pavillons davor und den Besuchern sah man nichts. Kein Plakat oder Banner “50 Jahre Jugendamt” keine Ordner die man hätte Fragen können, es gab keine Moderation nichts. Das einzige was neben den Bands wirklich gut war, war die Technik.

Meine Tipps fürs nächste Jubiläum:

  • stellt die Bühne so hin, dass sie den Platz teilt, damit sich die Leute nicht so verlaufen
  • leuchtet die Bäume auf dem Platz und umliegende Gebäude an, dann wirkt die Umgebung gleich viel netter
  • die Fontäne im See hätte man auch einschalten und anleuchten können
  • stellt einen richtigen Bierwagen auf, man muss da ja kein Bier verkaufen, aber er wirkt besser als ein Pavillon
  • ein ordentlicher Toilettenwagen sollte schon sein, wenn es nur einer ist
  • ein Banner an der Bühne auf dem der Titel der Veranstaltung steht (sowas gibt’s bei Brauereien meist für lau)
  • zwei drei nette Ordner die als solche zu erkennen sind (bunte T-Shirts) und Fragen beantworten können
  • viel mehr Werbung im Vorfeld
  • damit das ganze finanzierbar bleibt, kann die Bühne eine Nummer kleiner sein

Ich hoffe nur, dass das Jugendamt mit der Party nicht soviel Geld in den Sand gesetzt hat, wie ich denke (ich schätze mal so 5000 bis 10000 Euro). Denn es gibt in Marl viele gute Initiativen und Vereine, die in der Jugendarbeit aktiv sind und jeden Euro dafür hart erkämpfen müssen.

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