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Mit Polyvalk und Bungalow in Heeg

Segeln in der Gracht

Am vergangenen Wochenende verbrachte der Segelclub Marl ein Wochenende im Bungalowpark Pharshoeke in Heeg. Ein wirklich schöne Anlage, die zur Zeit von Grund auf modernisiert und erweitert wird. Zu jedem Bungalow gab es einen Polyvalken mit dem wir dann kleine Rundreisen unternommen haben.

Segeln in der GrachtAm Donnerstag ging es “nur” nach Gaastmeer. Denn nach der Mittagspause überraschte uns ein Flaute. Am Freitag ist der Großteil der Gruppe nach Ijlst gesegelt, was auch nur ein Katzensprung war. Wir sind mit unserem Polyvalk (ohne den Rest der Gruppe) von dort bei Ost-Wind bis ins Swarte Brekken bei Uitwellingerga weitergekreuzt. Anschließend ging es weiter nach Langweer, wo wir die besten Pommes Spezial Frieslands (aus eigener langjähriger Jollenwandererfahrung) gegessen haben. Anschließend segelten wir über Wousend zurück nach Heeg. Am Samstag segelten wir zunächst wieder solo nach Koudum und Hemelu, bevor wir uns dann mit dem Rest des Clubs zum Snack am Campingplatz De Kuilart trafen. Von dort wurde eine kleine Regatta gegen den Wind zurück nach Heeg gesegelt. Bei guten 4 bft. hatten wir zunächst gerefft. Doch nach dem ersten drittel der Strecke entschieden wir uns auszureffen. Das brachte uns einiges mehr an Höhe, ein wenig mehr Fahrt und viel mehr Wasser ins Schiff. Aber vorallem holten wir vom letzten Platz (wir waren auch als letzte gut 30 Minuten nach dem ersten gestartet) bis auf den dritten auf. Am letzten Tag sind wir ein wenig auf dem Heeger Meer gekreuzt und haben ab 12:00 aufgeräumt und gepackt.

Segeln in der GrachtDer Polyvalk war in einem recht guten Zustand. Allerding waren die Curryklemmen zum Belegen der Fockschot schlecht plaziert. Eine Pütz suchten wir vergeblich. Ansonsten bot der Polyvalk alle Vorzüge die man von dieser Bootsklasse gewohnt ist. Man hat mit vier Erwachsenen reichlich Platz an Bord, auch zum Übernachten. Polyvalken segeln schnell und sicher. Man kann binnen 10 Sekunden den Mastlegen und ebenso schnell wieder stellen. Das gelingt mit stehendem Großsegel, wie auch ohne. Dadurch lassen sich Brücken auch ohne Motor, Stagstange und Paddel unter Segel einfach passieren. Allerdings braucht man für solche Manöver eine eingespielte Crew, die aus mindesten drei, besser vier Personen besteht. Zwei kleine Schwächen sollte man aber nicht verschweigen. Aufgrund des geringen Tiefgangs mag es die Kieljolle überhaupt nicht wenn man Ihr zu viel Höhe abverlangt. Hier gilt immer weniger ist mehr. Wer zu viel will und das auch noch bei wenig Fahrt, der wird lediglich seitwärts fahren. Besser man fährt weniger Höhe und wendet zweimal mehr. Der zweite Nachteil ist das harte Deck. Da man den ganzen Tag im Sitzen verbringt, spürt man das abends. Hier läßt sich aber mit Sitzkissen oder ein Picknickdecke Abhilfe schaffen.

Einen ausführlicher Erfahrungsbericht zu diesem Bootstyp mit einigen Tipps und Tricks werde ich auch noch anfertigen. Dafür möchte ich mir aber ein ganze Wochenende Zeit nehmen. Das ganze kann also noch etwas dauern.

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